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European Association for Traditional Wu Tai Chi Chuan


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Üben im Park
Tai Chi Chuan
"Aus der Ruhe kommt die Bewegung,
aber die Bewegung behält trotzdem die Ruhe."
Üben im Park
 
 

Was ist Tai Chi Chuan ?

Viele Leute verbinden mit dem Begriff Tai Chi das Bild von älteren Menschen,
die in China früh morgens im Park langsame, einem Tanz ähnliche Übungen 
machen. Hinter diesen Bewegungen verbirgt sich aber mehr, als man im ersten 
Moment vermutet: es ist eine traditionelle Methode aus der chinesischen Kultur,
um Körper, Geist und Seele gleichzeitig zu stärken.


Die einzelnen Übungen

Die innere Schönheit dieser Kunst kann man nur erkennen, wenn man sie lernt
und immer wieder regelmäßig übt. 
Das Wu Tai Chi Chuan ist sehr vielseitig und umfaßt eine große Zahl
verschiedener Übungen, die zusammen ein geschlossenes System bilden.
Grundsätzlich gibt es zwei verschieden Übungsformen:

   - Formen (mit und ohne Waffen)
   - Partnerübungen (tui shou = Pushing Hands)


Die sogenannten Formen sind festgelegte Bewegungsabläufe, in denen alle
wichtigen Prinzipien und Bewegungen geübt werden.
Mit dem Erlernen der Bewegungen schult man gleichzeitig seine
Konzentrationsfähigkeit und den Geist zu beruhigen.

Bei den Partnerübungen hingegen lernt man, auf die Bewegungen eines
Partners durch Kontakt mit den Händen und Armen zu folgen und zu
reagieren. 


Eine innere Kampfkunst

Die verschiedenen asiatischen Kampfkünste lassen sich grob in zwei große
Gruppen einteilen. Ein Teil wird der äußeren Schule (外 家) und der andere
der inneren Schule (内 家) zugeordnet. Die Bezeichnungen außen und innen
beziehen sich auf den Schwerpunkt der Künste: 
In den äußeren Stilen (zum Beispiel Kung Fu) spielen Muskelkraft, 
Schnelligkeit und Härte eine größere Rolle als in der inneren Schule, in der
die Aufmerksamkeit mehr auf einer Kultivierung der inneren Kraft liegt und
in ihren Anwendungen eher passiv ist. Allerdings haben auch die Stile der
Inneren Schule Aspekte der äußeren Übung und umgekehrt.
 
Das Tai Chi Chuan ist der Inneren Schule zuzuordnen und basiert in seinen
philosophischen Grundlagen auf dem Daoismus und Neokonfuzianismus.
 
Besonders im letzten Jahrhundert ist der Aspekt des Kampfes immer mehr in
den Hintergrund getreten, so daß heutzutage mehr der gesundheitliche,
körperkultivierende und meditative Aspekt im Vordergrund steht. 
Doch trotz dieser Verlagerung des Schwerpunktes werden im Traditionellen
Wu Tai Chi Chuan die überlieferten Übungen und Techniken weiter gepflegt.


Verschiedene Familien

Die Namen der verschiedenen Stilrichtungen sind aus einer historischen
Entwicklung zu verstehen, in der die Bezeichnung auf die jeweiligen
Familien zurückgeht, in denen das Wissen um diese Künste weitergegeben wurde.

Das Wu Tai Chi Chuan entstammt z.B. der Familie Wu (吴家), 
das Chen Tai Chi Chuan aus der Tradition der Familie Chen(陈家).
Heutzutage sind die Stilrichtungen der Familie Yang(杨家), Chen(陈家), 
Wu(吴家) und Sun(孙家) am weitesten verbreitet.